Konzeption

Lerncoaching

Jedem*Jeder Schüler*in steht eine vertraute Lehrkraft an der Seite, die ihn*sie als Lerncoach begleitet. Der Lerncoach berät die Schüler*innen regelmäßig in Fragen ihrer individuellen Lernentwicklung sowie in allen Fragen, die im Zusammenhang mit dem Lernen stehen, wie zum Beispiel beim Aufbau personaler Kompetenzen wie Selbstdisziplin, Selbstreflexion oder Übernahme von Verantwortung für das eigene Lernen.

Außerdem geht es beim Lerncoaching auch um die sozialen Kompetenzen der Schüler*innen, wie der Einhaltung von Regeln, Unterstützung anderer beim Lernen oder Übernahme von Aufgaben für die Gemeinschaft. Der*Die Schüler*in reflektiert im Lerncoachinggespräch die eigene Entwicklung. In diesen Gesprächen werden individuelle Ziele vereinbart und reflektiert, überprüft, überdacht und ggf. neu formuliert.

Lerncluster

Individuelles und kooperatives Lernen im Lerncluster

Das individuelle Lernen ist eine wichtige Grundsäule der pädagogischen Arbeit an der Gemeinschaftsschule Müllheim. Das Lerncluster bildet das Herzstück unserer Schule. Hier lernen die Schüler*innen individuell und kooperativ auf den drei Niveaustufen (G, M und E). Die Schüler*innen arbeiten dabei in einer vorbereiteten Lernumgebung ihrem Tempo und Leistungsniveau entsprechend ihrer Lernpläne an verschiedenen Lernaufgaben. Die Lernmaterialien ermöglichen ein differenziertes und individuelles Lernen aller Schüler*innen.

Die Architektur der Lerncluster ist flexibel und ermöglicht neben individuellem Lernen auch kooperative Arbeitsformen.

Das zeichnet unsere Lerncluster aus:

  • ein Lerncluster pro Klassenstufe,
  • indviduelles Lernen im eigenen Lerntempo,
  • kooperatives Lernen – von Mitschüler*innen lernen,
  • Lernen auf drei Niveaustufen (G, M und E)
  • Lerncluster als flexibler Lernraum (Deutsch, Mathe, Raum für kooperatives Arbeiten, PC-Raum, Materialbibliothek),
  • selbstorganisiertes bzw. unterstütztes Lernen.

Lernentwicklungsberichte

Ein wesentliches Merkmal der Gemeinschaftsschule ist die individuelle und differenzierte Förderung der Schüler*innen auf unterschiedlichen Niveaustufen (G, M und E). Dementsprechend wird auch eine differenzierte Form der Leistungsrückmeldung und -beurteilung in Verbindung mit einer positiven Fehlerkultur eingesetzt. Zum Schulhalbjahr und Schuljahresende werden Lernentwicklungsberichte anstatt Zeugnisse verwendet. Sie beschreiben sowohl die individuelle Entwicklung wie auch den Leistungsstand des Lernenden und ermöglichen die Darstellung der persönlichen Leistungsentwicklung. Diese Form der Leistungsrückmeldung hilft den Lernenden ihren Lernstand und ihren Lernbedarf zu erkennen. Differenzierte Rückmeldungen sollen darüber hinaus die Lernmotivation steigern. Ziffernnoten werden in der Regel nicht ausgewiesenNoten werden in den Lernentwicklungsberichten nur beim Wechsel auf andere Schularten, in Abschlussklassen oder auf Wunsch der  Eltern (schriftlicher Antrag bei der Schulleitung) ausgewiesen.

Lerner-Könner-Experten

Die Förderung des eigenverantwortlichen Lernens erfolgt auch mithilfe des „Lerner-Könner-Experten“-Konzepts. Jede*r Schüler*in erhält zunächst den Status des LERNERS. LERNER arbeiten im Klassenzimmer entweder bereits eigenverantwortlich oder unter Anleitung einer Lehrkraft. Die Schüler*innen können mit zunehmender Selbstständigkeit vom Status des LERNERS aufsteigen. Sie können dabei den Status des KÖNNERS bzw. bei weiterer Qualifikation den Status des EXPERTEN erreichen. Hiermit können sie schrittweise immer freier und selbstständiger ihre Lernorte wählen.

Berufswegeplanung

Ansprechpartner

Reiner Pöhl

Berufsberater der Agentur für Arbeit – steht an unserer
Schule für Beratungsgespräche nach Absprache zur Verfügung.

Lehener Straße 77
79106 Freiburg

Tel.: 0800 4 5555 00 (kostenlos)
Fax: 0761 / 2710509
E-Mail: reiner.poehl@arbeitsagentur.de

 

Digitales Lernen

Das digitale Lernen an der GMS Müllheim findet sowohl in Begleitung des Fachunterrichts statt, wird jedoch auch gesondert behandelt. So hat die GMS Müllheim eine einzigartige Umsetzung des Grundkurses Medienbildung in Klasse 5. Getreu dem Motto „digital uns sozial“ werden unsere fünften Klassen wöchentlich in einer Doppelstunde zur Hälfte von der Schulsozialarbeit betreut und nehmen zur anderen Hälfte den Grundkurs Medienbildung wahr. Auf diese Weise entsteht von der ersten Schulwoche eine Beziehung zur Schulsozialarbeit, Konflikte in den neuen Klassen können fest und regelmäßig aufgearbeitet und die Klassengemeinschaft proaktiv geformt werden. Zeitgleich findet durch die Doppelstundenrhythmisierung mit jeweils nur der halben Klasse ein intensives Lernen im Bereich der digitalen Medien wahr. 

Auch hier werden die Schüler*innen von der ersten Woche in die Medien und das Netzwerk der Schule eingeführt, lernen, wie man sich wo und womit anmeldet und wie mit der schulweiten digitalen Lernplattform umgegangen wird.

Diese Grundlagen werden dann in den weiteren Schuljahren sukzessiv in den verschiedenen Fächern aufgegriffen, wiederholt und vertieft. Die GMS Müllheim hat dabei ein digitales Medienbildungskonzept, dass für alle Fächer in allen Jahrgansstufen konkretisierte und differenzierte Bezüge von digitalen Medien zu den Schuljahresthemen umfasst.

Sozial-emotionales Lernen

„Was den Menschen umtreibt, sind nicht Fakten und Daten, sondern Gefühle, Geschichten, und vor allem andere Menschen“ (Spitzer, 2002)

Emotionen spielen im Schulalltag eine große Rolle. Dadurch hat Sozial-emotionales Lernen (SEL) einen wichtigen Stellenwert für die Entwicklung individueller Kompetenzen, für eine gelingende Lebensbewältigung, für die Förderung von Schlüsselkompetenzen in der Berufswelt, wie auch für Gesundheitsförderung und Prävention. Ebenso ist sozial-emotionales Lernen bedeutsam für Inklusionsprozesse (Reicher, Hannelore; Matischek-Jauk, Marlies, 2018).

Emotionswahrnehmung, -ausdruck und -regulation werden durch komplexe Lernprozesse erworben. Emotionale und soziale Entwicklungsprozesse sind untrennbar miteinander verzahnt.

Der Mensch wird zur Persönlichkeit in ICH–DU–WIR–Verhältnissen. Das heißt, dass jeder Mensch sein Selbstbild, sein Selbstwertgefühl, seine Selbsteinschätzung nur im Spiegel der Fremdeinschätzungen gewinnen kann.

Vor diesem Hintergrund haben wir ein Curriculum für sozial-emotionales Lernen entwickelt, welches auf Wissen, Erfahrungen und fürsorgliche Lernumgebungen basiert (Brohm, 2009). Unsere Schüler*innen sollen hierbei erfahren, dass sie mit ihren Stärken und Schwächen geachtet werden. 

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